„Ein wahrer Schatz für die Kirche“

Gründungsmitglieder GSCO

Supervision, Coaching und Organisationsberatung


Nürnberg.
Kirchliche Beratungsexperten gründen den Verein: „Gesellschaft für Supervision, Coaching und Organisationsberatung in Kirche und Diakonie e.V. – kurz GSCO.

Supervision, Coaching und Organisationsberatung sind professionelle Beratungsformate zur Reflexion von Praxis, eigenen Rollen und Beziehungen in Organisationen. Die Idee, dass sich Beraterinnen und Berater im kirchlichen Umfeld in einer unabhängigen Organisationsform zusammenschließen ist nicht neu. Schon 1988 wurde dazu die „Interessengemeinschaft Supervision und Coaching der Evang.-Luth. Kirche in Bayern“ gegründet. Diese wurde nun aufgelöst und in einem Verein umgewandelt.

Mit der Vereinsgründung Ende des Jahres 2025 wurde ein wichtiger Entwicklungsschritt, hin zu mehr Professionalität, bundesweiter Reichweite und einer passenderen rechtlichen Grundlage, vollzogen.

Warum braucht es im kirchlichen Bereich eigene Berater und Beraterinnen?

Triebfeder für so einen Zusammenschluss war und ist die Qualitätssicherung. „Es geht darum, dass Menschen, die innerhalb der Kirche Supervision anbieten, auch eine entsprechende umfangreiche Ausbildung und Profession haben“, erklärt Jörg-Simon Löblein, Vorstand der GSCO. Zugleich sieht er in dem neugegründeten Verband, eine Plattform für fachlichen Austausch und eine Bündelung vielfältiger Kompetenzen.

„Wer bei uns Mitglied ist, bringt die Fähigkeit mit, Dynamiken, Rollenbilder und Beziehungsmuster zu verstehen und positiv zu inspirieren“, beschreibt Löblein, der sowohl Supervisor als auch Coach und Organisationsberater ist. „Unsere Arbeit lebt aus einem bewusst kirchlich-diakonischen Verständnis.“ Die Supervisoren:innen und Berater:innen kennen und verstehen sowohl die spirituelle Dimension als auch die strukturelle Realität dieser Organisationen. „Ein wahrer Schatz, für die Kirche.“

„Die Menschen, die bei uns Beratung suchen, kommen aus unterschiedlichen Einrichtungen und Berufsgruppen“, sagt Sabine Otterstätter-Schmidt, ebenfalls Supervisorin und Vorstandsmitglied der GSCO. Die einen seien Berufsanfänger, andere schon länger in ihrem Beruf tätig. Ob als Einzel-, Gruppensupervision oder in Coaching: Vielfach ginge es um die Klärung der eigenen Rolle, aber auch Konflikte im Team oder der Organisation. In Organisationsberatung werden Entwicklungsschritte auf mehreren Ebenen angestoßen.

„Kirche und Diakonie sind geleitet von ihrem Auftrag, ihren Werten und Beziehungsstrukturen“, so Jörg-Simon Löblein. Wer im kirchlichen Bereich berät, muss diese Kultur verstehen, um wirksam beraten zu können. Gleichzeitig gehe es auch darum, als unabhängige, externe Beratung, mit einem freien Blick von außen zu arbeiten.

Beratung im Spannungsfeld sozialer Reformen

Mit der „Organisationsberatung“, die einen immer wichtigeren Stellenwert einnimmt, erweitert nun die GSCO ihren Wirkungsraum. Diakonische Einrichtungen würden stetig wachsen, stünden gleichzeitig oft im Spannungsfeld sozialer Reformen und unter enormem Kostendruck, erklärt Löblein. Kirchen und ihre Gemeinden hingegen erleben Mitgliederrückgänge und müssten in der Folge, interne Abschieds- und Umbauprozesse gestalten. In dieser Situation bringe supervisorisches Denken eine besondere Tiefe, da es Analyse, Beziehungskompetenz und Systemverständnis verbinde. Es gehe darum, mit umfassenden Beratungsformaten Leitung zu stärken, Teamprozesse zu fördern und strukturelle Veränderung zu ermöglichen: „Mit dem Bewusstsein für die Menschen, ihre Kultur und Werte in den Einrichtungen.“

Günter Höcht, der seit fast 40 Jahren Supervision in Kirche und Diakonie anbietet, fände es unangebracht, wenn externe Organisationsberater aus der Wirtschaft, die weder kirchliche Abläufe noch ihre Strukturen kennen, solche Prozesse begleiten.“ Für ihn ist klar: „Es gibt keine kompetenteren Berater als uns.“ Deswegen ist für ihn, genauso wie für die Vorstände und Mitglieder die Vereinsgründung zur Stärkung von Supervision und Beratung in Kirche und Diakonie der richtige Weg.

Die GSCO als eingetragener Verein wird ihren Wirkungskreis bundesweit ausbauen. Er freut sich auf neue Mitglieder aus dem ganzen Bundesgebiet.


Christina Frey-Scholz,
Öffentlichkeitsarbeit
17.01.2026

Kontakt und Information
Jörg-Simon Löblein, Vorstand
loeblein@beratung-kirche-diakonie.de

www.beratung-kirche-diakonie.de

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